Nachhaltigkeit

Sprit aus Mist und
Müll
tanken

NEOBus

Klimapositiv busfahren

Klimapositive Energie

NEOBus steht für „Negative Emission ÖPNV Bus“. Die nach EU-Standards berechnete Klimabilanz des NEOBus weist in Summe „negative Emissionen” auf. Anders ausgedrückt: Der Bus kann klimapositiv betrieben werden. Dabei kommt es vor allem auf die Herstellung des Bio-LNGs oder Bio-CNGs an.

Wenn Gülle auf dem Feld ausgebracht wird, vergärt sie dort und dabei entstehen Gase, die ungehindert in die Atmosphäre gelangen und den Treibhauseffekt verstärken. Durch die Verarbeitung von Gülle in der Biogasanlage werden diese Gase eingefangen und in nützliche Produkte umgewandelt. Das ist gut fürs Klima. Im zweiten Schritt können große Mengen CO2 über die Biogasanlage aus der Atmosphäre eingefangen werden. Dieses abzuscheiden und zu nutzen oder einzulagern bedeutet einen weiteren positiven Effekt fürs Klima. In Summe kann damit Kraftstoff erzeugt werden, der bis zu 150g CO2 pro Megajoule Energiegehalt aus der Atmosphäre nimmt. Zum Vergleich: Ein Liter Diesel emittiert 94g CO2/MJ. Die Differenz liegt also bei 244g CO2/MJ!

Multitalent Biogas

Regionale Kreisläufe schließen

Biogasanlagen sind wahre Multitalente. Aus fast allen regional vorhandenen organischen Reststoffen, wie Mist, Gülle, Bioabfall, Reste aus der Lebensmittelproduktion, Restaurantabfälle, Stroh oder Zwischenfrüchte, die vor allem im ökologischen Landbau eingesetzt werden müssen, erzeugen sie Biogas.

Das kann vor Ort zu CNG oder LNG verarbeitet werden. So entsteht ein regionaler Stoffkreislauf, die Wertschöpfung bleibt vollständig in der Region und der CO2 Kreislauf ist ausbalanciert.

Multitalent Biogas

Mengenpotential Biogas

Die sofort verfügbare
Alternative zum Diesel

Dots Map

In Deutschland wurden in den letzten 30 Jahren ca. 9500 Biogasanlagen erbaut. Etwa 200 davon besitzen einen Anschluss an das Gasnetz. Alle anderen produzieren Strom und speisen diesen in das Stromnetz ein. Mit weniger als 17% des in Deutschland im Jahr 2020 produzierten Biogases könnten alle 60.000 Stadtbusse in Deutschland versorgt werden.

Stattet man alle Anlagen mit einer Verflüssigungsanlage aus, könnte man 20 % des heutigen Dieselverbrauchs ersetzen. Biogas ist in jedem Land aus organischen Reststoffen erzeugbar. Würde man das Verhältnis aus landwirtschaftlicher Fläche und Biogasproduktion in Deutschland auf die ganze Welt übertragen und Bio-LNG als Dieselersatz erzeugen, dann wären die weltweiten menschengemachten Emissionen um 12 % verringert.

Carbon Capture

CO2 speichern oder nutzen

Biogas enthält Bio-CO2, das von Pflanzen mit Hilfe von Sonnenlicht aus der Atmosphäre gefiltert wird. Das machen Pflanzen besser als jede Maschine, die elektrische Energie verwendet. CO2 wird in der Getränke-herstellung als Kohlensäure eingesetzt, in Gewächs-häusern zur Düngung der Pflanzen. Auch in Zukunfts-technologien wie bei der Produktion von e-fuels wird CO2 als Rohstoff benötigt. Bislang wird das CO2 aus fossilen Quellen gewonnen und schädigt damit das Klima. Hierfür können Biogasanlagen aus dem Kreislauf heraus erneuerbares Bio-CO2 zur Verfügung stellen.

Biogasanlagen in Deutschland fangen heute jährlich 12 Millionen Tonnen CO2 aus der Atmosphäre ein. Zum Vergleich: Ein Baum nimmt pro Jahr im globalen Durchschnitt etwa 7 Kilogramm CO2 auf. Durch die Wiederverwendung oder Speicherung von CO2 aus Biogas können wir also so viel CO2 wiederverwenden wie 1,7 Milliarden Bäume aufnehmen.

CO2 speichern und nutzen

Upcycling

Busse umrüsten statt
Neue bauen

Pro Umrüstung werden ca. 90 Tonnen CO2 eingespart, da Karosserie und viele weitere CO2 intensive Bauteile erhalten bleiben. Es erfolgt kein Weiterbetrieb der alten Dieselbusse im Ausland.

TechnologieCMF BusElektrobusDieselbus
Herstellung neuer Bus130 t CO2100 t CO2
Umrüstung20 t CO2

Vergleich CO2-Fußabdruck Busherstellung

NEOBus steht für Nachhaltigkeit auf mehreren Ebenen. Der CMF Bus kann auch als Nachrüstlösung für ein Fahrzeug mit Dieselantrieb umgesetzt werden. Dabei wird der gesamte konventionelle Antriebsstrang aus dem Fahrzeug entfernt und durch neue Komponenten ersetzt. Zusätzlich werden die Nebenaggregate elektrifiziert und es wird die Fahrzeugsteuerung entsprechend angepasst.

Dieses sogenannte ‚Upcycling‘ ermöglicht den Fuhrparkbetreibern ihre oftmals individuell konzeptionierte Fahrzeugflotte über einen längeren Zeitraum hinweg zu betreiben. Zudem können Rohbau, Karosserie und Innenausstattung des Fahrzeugs bei Bedarf wiederaufbereitet werden. Dadurch wird das Fahrzeug ressourcenschonend einem zweiten nachhaltigen und energieeffizienten Lebenszyklus zugeführt.